Curriculum - oder "Erziehen mit Köpfchen"
Im Dezember 2005 trat in Sachsen das Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege – den meisten unter dem Namen „Neuer Bildungsplan“ bekannt – in Kraft.
Grundsatz desselben ist die Annahme, dass Bildung die Basis für lebenslanges Lernen ist und die Chancengleichheit aller Kinder in unserer Gesellschaft fördert.
Den Schwerpunkt bilden dabei sechs Bildungsbereiche: somatische (Körper und Gesundheit), soziale, kommunikative, ästhetische, naturwissenschaftliche und mathematische Bildung. Neueste Erkenntnisse aus der Bildungsforschung, Neurowissenschaften und Entwicklungspsychologie fanden Zugang in das Konzept des neuen Bildungsplanes. Das sich in der Gemeinschaft selbst bildenden Kind steht im Zentrum der Theorie, die das Handeln der pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen anleiten soll. Das heißt keineswegs, dass Erzieher nun nicht mehr erziehen sollen, wenngleich das Beobachten der Kinder im Kita-Alltag einen neuen Stellenwert bekommt. Ziel ist vielmehr die Wandlung der Rolle des Erwachsenen vom »Belehrenden« und »Veranstaltenden« zum »Ermöglicher« der Bildung des Kindes. Aufgabe der Erzieher ist demnach die ganzheitliche Förderung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes, also die Umsetzung einer dem Entwicklungsstand des Kindes angemessenen Lernpädagogik.
Um den gestiegenen Anforderungen, die der Bildungsplan an die Fachkräfte der Kita-Einrichtungen stellt, gewachsen zu sein, ist eine umfassende, zeitaufwendige Weiterbildungsmaßnahme zu absolvieren. Die Erzieherinnen der Wurzelzwerge haben diese im vergangenen Jahr in unzähligen Abendstunden erfolgreich gemeistert und sind nun als eines der ersten Teams im Dresdner Umland in der Lage, die Anregungen und neuen Konzepte im Alltag mit den Kindern umzusetzen.
Wir danken den Erzieherinnen für ihr Engagement und gratulieren zum erworbenen Zertifikat!
Weitere Informationen zum Neuen Bildungsplan finden Sie hier: Bildungsserver Sachsen |